NINO AG - De Aule Füürweähr

De aule Füürweähr Nordhorn e.V.
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1918, der Erste Weltkrieg mit seinem unglücklichen Ausgang war zu Ende. Alle, die mit heiler Haut davon gekommen waren, kamen wieder in die Heimat. Auch bei Niehues & Dütting kehrten die, die bis dahin dem Vaterland gedient hatten, zu ihrer alten Arbeitsstätte zurück. langsam begann der Betrieb wieder zu laufen. Aber in den folgenden Jahren bis Ende 1923 wurde das Geld immer weniger wert, es herrschte Inflation. Gleich danach setzte für die Firma eine Besserung ein, und es ging bergauf. 1925 wurde die schon 1914 fertiggestellte neue Weberei mit neuen Stühlen versehen, die Einzelantrieb durch elektrische Motoren bekamen. Zu der Zeit entschloss sich der Chef der Firma, Bernhard Niehues senior, eine Werkfeuerwehr ins Leben zu rufen. Nach vorheriger Rücksprache mit dem damaligen Schlossermeister Wilhelm Hambeck nahm dieser den Auftrag an, mit interessierten Werksangehörigen eine Werkfeuerwehr auf die Beine zu stellen. Es waren vornehmlich Handwerker und technische Angestellte, die für diese Sache gewonnen werden konnten, 40 an der Zahl. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass es hier wie auch bei der städtischen Freiwilligen Feuerwehr Nordhorn mehrere aktive Turner vom Nordhorner Turnverein von 1884 waren, die sich der Sache zur Verfügung stellten. Bis dahin waren im Betrieb zur Brandbekämpfung nur Handfeuerlöscher und Brandeimer aufgehängt, außerdem waren einige Hydranten an einer 80er Gebrauchswasserleitung angeschlossen. Die dazugehörigen Schläuche und Armaturen waren in einigen Wandkästen untergebracht. Feuerwehrübungen fanden zuerst in unregelmäßigen Zeitabständen, meistens sonnabends vormittags, statt.

An Übungsgeräten waren nur einige Unter- und Überflurhydranten vorhanden. Dazu kamen eine geringe Anzahl von Hanfschläuchen. Die größte Brandgefahr im Werk bestand im Spinnereivorwerk, im Batteur. Hier hatte unsere neu gegründete Feuerwehr reichlich Gelegenheit, bei Ernstfällen und auch bei Schulübungen eine gewisse Ordnung und das unerlässliche Zusammenarbeiten zu beweisen.

Über erste erfolgreiche Bekämpfungen von Bränden war zu berichten
Im Jahr 1930 brannte das Haus von Dr. In der Stroth in der Hauptstrasse. Weitere Häuser brannten in der Hinterstraße und in der Ochsenstraße. Hier wurde die Werkwehr zum ersten Mal außerhalb des Betriebes eingesetzt. Trotz der bescheidenen Mittel wurden die gestellten Aufgaben voll und ganz erfüllt. Kurze Zeit später wurde die Wehr erstmalig durch einen Brandmeister der Berufsfeuerwehr Münster nach der Westfälischen Feuerwehrdienstvorschrift geschult und es kam noch mehr Ordnung und Disziplin in die Reihen der Wehr.

Mannschaft und Aufgaben wachsen
Als etwa gegen Ende 1934 der Zusammenschluss mit der städtischen Freiwilligen Feuerwehr Nordhorn sowie mit den Wehren der Firmen Povel und Rawe zu einer Einheit zustande kam, erfolgte gleichzeitig der Beitritt zum Hannoverischen Freiwilligen Feuerwehrverband. Hierdurch erhielten die Werkfeuerwehren die Möglichkeit, an Lehrgängen in der Feuerwehrschule Celle teilzunehmen.
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